Lebensraum - Wirklich ein deutscher Wahn ?

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TheSARGON87

 

Published on Aug 15, 2016

Kommt heute das Thema ,,deutscher Lebensraum im Osten" auf, so wird zumeist vom ,,Wahn vom Lebensraum im Osten" gesprochen und eine weitere Diskussion oder gar Hinterfragung gleich abgewürgt. Doch war der Plan von neuem Lebensraum wirklich so einseitig, wahnwitzig und unbegründet, oder steckte dahinter eine durchaus zeitgemäße Realpolitik ?
Was führte zum deutschen Wunsch nach neuem Lebensraum für die deutsche Nation ?
Die Hungerblockade des Ersten Weltkriegs: Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs verhängte das britische Weltreich eine Seeblockade über die deutschen Küsten, die u.a. eine Versorgung Deutschlands mit Nahrungsmitteln aus Amerika oder den Kolonien verhindern sollte. Im Laufe des Krieges entwickelte sich daraus eine dramatische Unterversorgung der deutschen Zivilbevölkerung im Deutschen Kaiserreich und auch in Österreich-Ungarn, der bis zu 1. Millionen deutsche Zivilisten in beiden Reichen zum Opfer fielen.
Betroffen von dieser Aushungerungspolitik waren vor allem Millionen unterernährte Kinder, Schwangere, Greise und Kranke. Besonders perfide und verbrecherisch war, dass das britische Empire diese Hungerblockade bis zum Mai 1919 (7 Monate nach Kriegsende!) aufrecht erhielt und somit unzählige weitere Deutsche hungern und verhungern ließ.
Durch die schmerzhaften und tödlichen Erfahrungen des Ersten Weltkriegs waren die Deutschen bestrebt nie wieder in solch eine existenzielle Bedrohungslage zu geraten und unabhängig von ausländischen Lebensmittelimporten zu werden. Die Möglichkeit der Selbstversorgung einer Nation war eng mit der Frage der Souveränität und Unabhängigkeit einer Nation und eines Staates verwoben.

Die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft vor dem Zweiten Weltkrieg: Ein Aspekt der ebenfalls zumeist verkannt wird ist der Faktor der Leistungsfähigkeit der damaligen Landwirtschaft. Im Jahre 1900 konnte ein Bauer im Deutschen Reich (ohne Missernten) nur 4 Menschen ernähren. Im Jahr 1950 konnte ein deutscher Landwirt 10 Menschen ernähren und im Jahre 2010 waren es in Deutschland schließlich 133 Menschen die jeder Landwirt ernähren konnte. Diese enorme Produktionssteigerung ist den zahlreichen technischen Erneuerungen zu verdanken, von der Mechanisierung der Landwirtschaft, bis hin zur besseren Schädlingsbekämpfung.
Hungersnöte und Lebensmittelengpässe durch Missernten waren in der gesamten deutschen Geschichte bis 1945 tief im Bewusstsein der Menschen verankert. Hungersnöte waren im 19. Jahrhundert und frühen 20. Jahrhundert in allen Teilen Europas Gang und Gäbe. Das Deutsche Reich setzte nach dem Ersten Weltkrieg, besonders aber ab 1933, massive Anstrengungen in die Mechanisierung der eigenen Landwirtschaft. Auch wurden die Lebensmittelimporte ins Reich nach 1933 deutlich gesteigert, so das 1938 über 922.000 Tonnen Lebensmittel aus Südosteuropa importiert wurden.
Bevölkerungsüberschüsse und die unzureichenden Möglichkeiten diese zu ernähren, forderten in allen Zeiten der deutschen/europäischen Geschichte Auswanderung und Siedlungsverschiebungen. Die Völkerwanderungen zu römischen Zeiten, die Deutsche Ostsiedlung ab dem im Mittelalter, aber auch die Massenauswanderung nach Amerika, Afrika und Australien stehen vor allem im Zeichen der Ernährungsfrage.

Quelle: https://www.youtube.com/channel/UC-Wnn2cLp3LF-BF7ik4oDBQ/videos