Deutschlandlied.mpg

   

1DeutschesLand

 

Published on Sep 18, 2011

Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt,
wenn es stets zu Schutz und Trutze
brüderlich zusammenhält!
Von der Maas bis an die Memel,
von der Etsch bis an den Belt:
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt!

Deutsche Frauen, deutsche Treue,
deutscher Wein und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren schönen alten Klang,
uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang:
deutsche Frauen, deutsche Treue,
deutscher Wein und deutscher Sang!

Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand;
blüh im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches Vaterland.

Text:
Verfaßt von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben am 26. August 1841 auf Helgoland. Musik:
Melodie aus "Gott, erhalte Franz den Kaiser!" (die Kaiserhymne aus dem "Kaiserquartett") komponiert von Franz Joseph Haydn 1797; erstmals öffentlich aufgeführt am 12. Februar 1797.
Deutsche Nationalhymne der Weimarer Republik seit dem 11. August 1922 und seit 1933 des Deutschen (Dritten) Reiches (da aber nur die 1. Strophe gefolgt von dem Horst-Wessel-Lied [Die Fahnen hoch ...]).
Deutsche Nationalhymne der BRD (nur die 3. Strophe) seit dem 06. Mai 1952.

Zur Geschichte der deutschen Nationalhymne seit 1949:
Nach der Gründung der BRD 1949 gab es lange keine Deutsche Nationalhymne. Bei der konstituierenden Sitzung des ersten Deutschen Bundestages wurde das Lied "Ich hab mich ergeben / Mit Herz und mit Hand" von den Abgeordneten gesungen. Später wurde zu offiziellen Anlässen oft Beethovens "Ode an die Freude" als Ersatzhymne verwendet.
Für das Staats-Protokoll wurde aber eine offizielle Hymne benötigt. Bundeskanzler Konrad Adenauer empfand es als peinlich, daß bei einem deutsch-belgischen Fußballspiel in Köln nach der belgischen Hymne der Karnevalsschlager "Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien" geschmettert wurde. Adenauer selbst war bei einem Staatsbesuch in Chicago mit "Heidewitzka, Herr Kapitän" empfangen worden.
Daraufhin forderte er im April 1950 bei seinem ersten Besuch als Kanzler in Berlin seine Zuhörer im Titania-Palast dazu auf, die 3. Strophe des Deutschlandliedes zu singen. Vorher hatte er auf die Sitzreihen Textblätter legen lassen, damit sie auch jeder mitsingen konnte. Der Eklat war perfekt; denn während sich das Auditorium zum Gesang von den Plätzen erhob, blieben die drei anwesenden Stadtkommandanten absichtlich provozierend sitzen. Anwesende SPD-Politiker reagierten zornig und sprachen von einem "Handstreich". Negativ waren auch die Reaktionen im Ausland: Das Londoner Foreign Office und das französische Außenministerium sprachen von Takt- und Geschmacklosigkeit. Eine französische Zeitung wertete den Gesang als Indiz für das "Fortbestehen einer nationalistischen Gesinnung". Adenauer rechtfertigte sich später gegenüber den Hohen Kommissaren mit der Behauptung, daß das Singen der 3. Strophe ja "unter den Nazis verboten war".

In diesem Film werden Grafiken, Bilder, Texte, Tondokumente, Videosequenzen und zum Teil Hoheitssymbole des Dritten Reiches gezeigt, die den Paragraphen §86 des StGB, der das "Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen" unter Strafe stellt, berührt. Dieser Paragraph verbietet jedoch im Absatz 3 des StGB keine Verwendungen dieser Zeichen, wenn es "der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient".
Deutsches Land hat bewußt zur staatsbürgerlichen Aufklärung, zur wissenschaftlichen sowie militärhistorischen Forschung und zur Berichterstattung über die Vorgänge des Zeitgeschehens in den ersten 50 Jahren des 20. Jahrhunderts auf eine Unkenntlichmachung dieser "Originale" verzichtet, da hierdurch eine Verfälschung stattfindet, die der objektiven Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens nicht dienlich ist. Deutsches Land nimmt sich hier die gleiche publizistische Freiheit heraus, wie jeder Autor, der ein Buch über diese Zeit veröffentlicht.